Wochengebet für den 4. Sonntag vor der Passionszeit

Gebet für Sonntag, 10. Februar 2019 

Jeden Tag hoffen wir auf Wunder –
und sie geschehen.
Jeden Tag hoffen wir,
dass du Wunder tust,
barmherziger und ewiger Gott, –
und sie geschehen.

Jeden Tag hoffen wir.
Heute hoffen und warten wir auf das Wunder,
dass es Frieden wird –
im Jemen,
im Syrien,
in Afghanistan.
Heute hoffen und warten wir auf das Wunder,
dass die Waffen schweigen,
dass die Mächtigen den Befehl geben,
die Waffen niederzulegen,
keine neuen Raketen zu bauen
und einander zu vertrauen.
Jeden Tag hoffen wir,
dass du Wunder tust, du unser Gott.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Jeden Tag hoffen wir.
Heute hoffen wir und warten wir auch auf das Wunder,
dass die Barmherzigkeit zum Maßstab des Handelns wird
in den Jobcentern,
auf den Straßen,
in den Parlamenten.
Heute hoffen wir auf das Wunder,
dass der Hunger aufhört,
dass die Obdachlosen Respekt erfahren,
dass niemand mehr gemobbt wird.
Jeden Tag hoffen wir,
dass du Wunder tust, du unser Gott.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Jeden Tag hoffen wir.
Heute hoffen wir und warten wir auch auf das Wunder,
dass die Liebe stärker ist als die Angst
in den Krankenzimmern,
in den Hospizen,
in den Gefängnissen.
Heute hoffen wir auf das Wunder der Versöhnung
zwischen Streitenden,
beim Abschied,
in der Trauer.
Jeden Tag hoffen wir,
dass du Wunder tust, du unser Gott.
Wir rufen zu dir:
Erbarme dich.

Wir sehnen uns nach den Wundern,
die nur du tun kannst.
Nimm uns mit zu deinen Wundern.
Sprich das eine Wort, das heilt.
Dir vertrauen wir uns an.
Du bist unser Gott,
Vater, Sohn und Heiliger Geist
Gestern, heute und in Ewigkeit.

Amen.