Wochengebet für den Sonntag Septuagesimae

Fürbittengebet für Sonntag, 12. Februar 2017,

Septuagesimae (Vor-Passion, 70 Tage vor Ostern)

(mit Versen aus Psalm 31)

A: Herr, auf dich traue ich,
laß mich nimmermehr zuschanden werden,
errette mich durch deine Gerechtigkeit!

B: Mit allen, deren Leben bedroht ist,
mit den Verwundeten in den Kriegen in Syrien, im Irak und in der Ukraine,
mit Verschleppten,
mit Häftlingen, die der Folter ins Auge sehen,
mit denen, die vor den Trümmern ihres Lebens
und ihrer Hoffnung stehen,
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends!
Sei mein starker Fels und meine Burg,
daß du mir helfest!

B: Mit allen, die in Gefahr sind,
die ihren Glauben inmitten
einer feindlich gesinnten Mehrheit bekennen und leben,
die ausharren,
die bleiben, wo sie gebraucht werden,
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: In deine Hände befehle ich meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

B: Mit allen, die Abschied nehmen müssen
und deren einzige und letzte Hoffnung Gott ist,
mit den Sterbenden
und mit den unheilbar Kranken
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte,
daß du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele
und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes;
du stellst meine Füße auf weiten Raum.

B: Mit allen, denen du Verantwortung für andere gegeben hast,
die für andere sprechen,
die sich für andere vorwagen in unbekannte Räume und Träume
in Wissenschaft und Kunst,
mit allen Mächtigen,
gefährdet von Selbstüberschätzung und Egoismus,
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst!
Mein Auge ist trüb geworden vor Gram,
matt meine Seele und mein Leib.

B: Mit allen, die sich selbst aufgegeben haben,
entkräftet von Hunger,
verfolgt von schrecklichen Erinnerungen,
verloren an Drogen,
mit allen, deren Psyche sich dem eigenen Leben in den Weg stellt,
rufen wir zu dem barmherzigen Gott:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Laß leuchten dein Antlitz über deinem Knecht;
hilf mir durch deine Güte!
Herr, laß mich nicht zuschanden werden,
denn ich rufe dich an.

B: Wir, die wir hier versammelt sind,
bedürftig nach einer Wahrheit, die wir uns nicht selbst sagen können,
nach deiner Gegenwart, Gott, die uns barmherzig das Leben gewährt
und uns immer wieder zurückführt zu dir,
wir werden still vor dir und bringen dir unsere Bitten:

(Stille)

Wir rufen gemeinsam:

Gemeinde: Herr, erbarme dich.

A: Liebet den Herrn, alle seine Heiligen!
Seid getrost und unverzagt alle, die ihr des Herrn harret!

B: Wir vertrauen auf dich, Gott.
In allem, was vor uns liegt,
erwarten wir dein Kommen,
deine Liebe,
das heilende Licht deiner Augen.
Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Gemeinde: Amen.