Wochengebet für den Ewigkeitssonntag / Totensonntag

Ewigkeitssonntag

Ewiger Gott, du bist die Tür.
Du siehst, wo wir verschlossen sind, traurig und ohne Rat. Öffne die Tür unseres Herzens, dass wir hinausgehen können zu unseren Mitmenschen, zu denen, die uns brauchen.

Ewiger Gott, du bist der gute Hirte.
Du hörst, wenn wir nach dir rufen, aus der Verwirrung und Einsamkeit. Komm und führe uns zusammen, dass wir mit dir verbunden sind, dass wir uns mit denen verbinden, die im Abseits sind.

Ewiger Gott, du bist die Auferstehung und das Leben.
Du weißt, wie sehr wir unsere Verstorbenen vermissen, in den Tiefen unserer Seele. Schenke uns eine Ahnung des ewigen Lebens, das die Grenzen der Zeit übersteigt, das unsere Toten und uns umfängt.

Ewiger Gott, du bist das Brot des Lebens.
Du kennst unseren Hunger nach Gerechtigkeit und einem guten Leben. Gib uns dein Wort als Speise, dass wir eine Richtung finden für unser Leben auf dieser Erde.

Ewiger Gott, du bist das Licht der Welt
Du schaust in unsere Finsternisse, die Abgründe unserer Gedanken und Gefühle. Lass es hell werden in uns und allen Menschen, dass wir dich sehen und dir folgen.

<Stille>

Ewiger Gott, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Amen

 

Totensonntag

Du Ursprung und Ziel des Lebens,
du Schöpfer und Licht.
Ewiger Gott.
Du hast dem Tod die Macht genommen.
Und doch sind wir traurig und weinen um unsere Toten.
Wir vermissen sie.
Dir gehören sie.
Behüte sie.
Lass dein Licht um sie sein.
Wir rufen zu dir: Erbarme dich.

Du Ursprung und Ziel,
du Frieden und Licht.
Jesus Christus.
Du hast dem Tod die Macht genommen.
Und doch sind wir erschüttert und empört über die Gewalt des Todes.
Begraben unter Trümmern,
erschossen,
ertrunken im Meer,
verhungert
klagen die Toten.
Dir gehören sie.
Nimm sie auf in deinen Frieden.
Wir rufen zu dir: Erbarme dich.

Du Ursprung und Ziel,
du Rettung und Liebe.
Lebensschaffender Geist.
Du hast dem Tod die Macht genommen.
Und doch sehen wir auf den Schmerz der Sterbenden
und betrauern die elend Gestorbenen.
Von Krebs zerfressen,
von Depressionen niedergedrückt,
von Demenz entstellt,
wehrlos – so hat sie der Tod an sich gerissen.
Aber sie gehören dir.
In deine Liebe hülle sie ein.
Wir rufen zu dir: Erbarme dich.

Du wunderbarer, ewiger Gott.
Du hast dem Tod die Macht genommen.
Auferstehung und das ewige Leben sind deine Gaben.
Das glauben wir und haben Hoffnung:
Hoffnung für unsere Toten.
Hoffnung für uns.
Hoffnung für alle Toten.
Wir rufen zu dir: Erbarme dich.

Amen.