Wochengebet für den 11. Sonntag nach Trinitatis

Fürbittengebet für Sonntag, 01. September 2019

(mit Hiob 23,1–17)

Wer will dir wehren, Herr?
Wer kann mit dir rechten?
Wer kann wissen, was deine Wege mit uns sind?
Wir schauen auf zu dir –
voll Vertrauen und voll Ehrfurcht.
Mit allen, die nach dir fragen,
die dich suchen,
die auf dich warten,
beten wir zu dir:
Herr, erbarme dich.

Wir bringen vor dich das Schweigen derer,
die nicht mehr mit Gerechtigkeit oder Rettung rechnen,
die aus Land und Heimat Vertriebenen,
die Enteigneten,
die ihrer Würde beraubten,
die Verachteten und Elenden und Gejagten.
Für sie beten wir zu dir:
Herr, erbarme dich.

Wir bringen vor dich alle, die leiden
und sich nicht wehren können,
die nicht verstehen, was ihnen geschieht,
die Kinder im Krieg,
die Mißbrauchten und Versklavten,
die Mädchen und Jungen, die keine Schule besuchen können,
die nichts anderes kennen als den Hunger und tägliche Gewalt,
die Ungeborenen,
die vor dem stehen, was wir ihnen hinterlassen.
Für sie beten wir zu dir:
Herr, erbarme dich.

Wir bringen vor dich die stummen Klagen derer,
denen niemand helfen kann,
die Kranken ohne Aussicht auf Heilung,
die Sterbenden,
und es ist viel zu früh,
die Mutlosen, die an nichts mehr glauben können,
die in seelischer Not Gefangenen.
Für sie beten wir zu dir:
Herr, erbarme dich.

Wir bringen dir unsere Ängste und Sorgen
um eine Welt voller Spannungen und Gewalt,
um die Schöpfung
am Rand von Menschen gemachten Katastrophen,
um uns selbst,
die wir immer wieder versagen,
die wir vor dir stehen und fragen:
Wer will dir wehren, Herr?
Wer kann vor dir bestehen?
Wer kann wissen, was deine Wege mit uns sind?

Wir werden still vor dir:
(Stille)

Zu dir, Gott,
nehmen wir Zuflucht.
Wir wissen nicht,
wie wir dir gerecht werden können und
wohin deine Wege mit uns gehen.
Doch beten wir,
voll Vertrauen, mit den Worten, die dein Sohn uns lehrte:
Vater unser